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Emissionsfreies Bauen ist möglich: drei europäische Städte sind Vorreiter

Emissionsfreies Bauen ist möglich: drei europäische Städte sind Vorreiter

In unserem jüngsten Blogbeitrag in der Reihe „Emissionsfreies Bauen“ haben wir die Grundlagen erörtert und die Vorteile einer Umstellung auf emissionsfreies Bauen auf Baustellen betrachtet.

Überblick Emissionsfreies Bauen – Aufbau einer gesünderen und sichereren Welt

  • Die globale Baubranche ist für 23 % der CO2-Emissionen weltweit verantwortlich. [Bellona]
  • Die drei umweltschädlichsten Baustellenelemente sind 1) Transport und Produktion von Baumaterialien, 2) Werkzeuge und Maschinen, die von Verbrennungsgeneratoren angetrieben werden und 3) Baustellentransport.
  • Vorteile des emissionsfreien Bauens: 1.) Reduzierung der Emissionen und der Umweltverschmutzung, 2.) Verbesserung der Lebensqualität in den Städten, 3.) Sichere und angenehme Arbeitsumgebung und 4.) deutliche Senkung der Betriebskosten.

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Drei europäische Städte sind Vorreiter im emissionsfreien Bauen

Nun möchten wir uns mit den führenden Städten im Bereich des emissionsfreien Bauens befassen. Viele europäische Städte arbeiten daran, die Emissionen in Städten zu reduzieren, und die Baubranche gehört zu den Sektoren, die dabei eine Rolle spielen. In diesem Blogbeitrag wollen wir uns drei europäische Städte genauer ansehen – Oslo, Stockholm und Kopenhagen. Sie alle arbeiten mit klaren Zielvorgaben und verschiedenen Initiativen um ein emissionsfreies Bauen zu realisieren. All diese Städte haben sich im Rahmen ihrer Stadtklimastrategien zu sauberem Bauen verpflichtet.

Oslo

Die Stadt Oslo (Norwegen) hat das Ziel, die Treibhausgasemissionen um 95 % zu senken und die Nutzung fossiler Brennstoffe bis zum Jahr 2030 vollständig zu reduzieren. Baumaschinen spielen eine große Rolle, da schätzungsweise 30 % der Verkehrsemissionen Oslos durch Baumaschinen verursacht werden. Zur Reduzierung der Emissionen speziell im Baubereich hat die Stadt Oslo damit begonnen, dieselbetriebene Werkzeuge und Maschinen durch fossilfreie Alternativen zu ersetzen. 2019 haben die Arbeiten auf der ersten emissionsfreien Baustelle im Zentrum von Oslo begonnen. [Stadt Oslo]

Oslo kann wirklich als führende Stadt auf dem Gebiet des emissionsfreien Bauens angesehen werden. Die von der Stadt gesetzten Ziele und die breite Diskussion rund um das Thema haben die norwegischen Unternehmen unter Druck gesetzt, die Normen zu erfüllen und bei ihren Bauarbeiten geringere Emissionen anzustreben. Bauprojekte im Wert von 5 Millionen Euro oder mehr müssen zumindest emissionsfreie Heiz- und Trocknungsanlagen einsetzen. Darüber hinaus erhalten Auftragnehmer, die bei Projekten von diesem Wert mehr emissionsfreie Maschinen einsetzen, einen Umweltbonus in Bezug auf die Vergabekriterien. [Bellona]

 

Emission free construction - Oslo

Oslo, Norway (picture from Unsplash)

Kopenhagen

Die Stadt Kopenhagen (Dänemark) strebt im Rahmen ihrer Klimastrategie an, bis 2025 klimaneutral zu werden und bis 2023 keine fossilen Brennstoffe mehr zu verwenden. Ein Teil dieser Strategie sieht vor, dass sich die Stadt verpflichtet, Gebäude nach Niedrigenergieprinzipien zu bauen und zu restaurieren. [Bellona]

Kopenhagen fördert die Umstellung von fossilen Brennstoffen auf Biobrennstoffe oder völlig fossilfreie Maschinen [C40 Cities]. Kopenhagen arbeitet daran, ganz auf fossile Brennstoffe für Maschinen zu verzichten. Im öffentlichen Auftragswesen und für von der Stadt unterstützte Projekte werden fossil- und emissionsfreie Lösungen gefordert [GCR].

Emission free construction - Copenhagen

Copenhagen, Denmark (picture from Unsplash)

Stockholm

Stockholm (Schweden) strebt an, bis 2040 eine von fossilen Brennstoffen freie und klimafreundliche Stadt zu werden. Dieses Ziel umfasst mehrere Sektoren, u. a. das Bauwesen und Bauarbeiten. Derzeit produzieren die im Bau- und Anlagenbereich eingesetzten Maschinen 5 % der Treibhausgasemissionen Stockholms [Bellona].

Stockholm arbeitet zusammen mit dem Schwedischen Bauverband (Sveriges Byggindustrier) und dem schwedischen Forschungsinstitut RISE an der Bewertung der Umweltbelastung durch Bauprozesse [GCR]. Bei dieser Lebenszyklusanalyse werden Bauprozesse aus mehreren Perspektiven betrachtet, z. B. die Wahl der Materialien und der Einsatz von Maschinen. Ziel der Initiative ist es, auf die klimafreundlichsten und effizientesten Lösungen im Bauwesen hinzuarbeiten. [C40 Cities]

 

Emission free construction - Stockholm

Stockholm, Sweden (picture from Unsplash)

 

instagrid ist Teil eines EU LIFE-Projekts für saubere Luft in Städten, das darauf abzielt, die Bauemissionen in europäischen Städten zu reduzieren. Dieser Blogbeitrag war der zweite Teil unserer Reihe, in der wir uns eingehender mit dem emissionsfreien Bauen beschäftigen. Im nächsten Teil geht es um die Möglichkeiten, wie die Elektrifizierung von Baumaschinen Baustellen auf dem Weg zum emissionsfreien Bauen unterstützt.

Falls du eine emissionsfreie Baustelle entwickelst oder mehr über unsere Lösung erfahren möchtest, kannst du dich auf unsrer “Pre-Order”- Seite registrieren, um ausführlichere Informationen zu erhalten.

 

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