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In Sachen emissionsfreie Baustellen sind diese vier niederländischen Unternehmen klar auf dem Vormarsch

In Sachen emissionsfreie Baustellen sind diese vier niederländischen Unternehmen klar auf dem Vormarsch

23 % der weltweiten CO2-Emissionen werden von der internationalen Bauindustrie verursacht. [Bellona]. Und rund 5 % dieser Emissionen stehen in direktem Zusammenhang mit Baustellentätigkeiten [Bellona], zum Beispiel das Betreiben von Werkzeugen mit Generatoren.

Aus diesem Grund entschied sich instagrid für die Teilnahme am LIFE-Projekt der EU, in Rahmen dessen in der Baubranche und der kommunalen Grünflächenpflege Energieversorgungsgeräte zur Emissionsreduktion getestet werden. Der Startschuss für das Projekt fiel 2019 und Ende 2022 wird es auslaufen, also noch dieses Jahr. Derzeit testen 13 Bauunternehmen die tragbaren instagrid ONE max Powerstations auf Baustellen in sieben verschiedenen Ländern und zwar im Rahmen dieses Projekts.

Die niederländische Hauptstadt Amsterdam ist eine der Städte, in denen instagrid ONE max Geräte an mehreren unterschiedlichen Baustellen von vier niederländischen Bauunternehmen getestet werden – KWS, Markus-Veekens, Rutte Groep und Gebr. Beentjes GWW B.V. Wir haben einigen dieser Baustellen einen Besuch abgestattet, um zu sehen, wie diese Unternehmen dort instagrid Geräte einsetzen und das emissionsfreie Bauen auf ihre Weise vorantreiben.

“Amsterdams Nachhaltigkeitsziel lautet: zur emissionsfreien Stadt zu werden.”

Amsterdam ist eine der europäischen Städte, die sich offen das Ziel gesetzt hat, eine emissionsfreie Stadt zu werden – was unter anderem die Bereiche Wohnen, Mobilität, aber auch Baustellen umfasst. Wir haben mit Marten Klein gesprochen, Verwaltungsratmitglied des Planungsbüros der Stadtverwaltung von Amsterdam, um uns ein Bild davon zu machen, wie die Vision der Stadt Amsterdam im Detail aussieht.

Marten betonte vor allem den Aspekt der langfristigen Planung beim Weg hin zu einer emissionsfreien Stadt. „Die Mission, vollständige Emissionsfreiheit zu erreichen, lässt sich nicht innerhalb kurzer Zeit bewerkstelligen, da sie mit den Produktionsprozessen der Auftragsnehmer in Konflikt steht, mit denen wir zusammenarbeiten. Mit einem Probelauf ist es schlichtweg nicht getan, wir müssen Beziehungen aufbauen, benötigen ausreichend Zeit und müssen die Möglichkeit haben, Fehler zu machen“, so Marten.

Ziel der Stadtverwaltung von Amsterdam ist es, nicht nur den Einsatz fossiler Brennstoffe – und somit auch die Emissionen – zu reduzieren, sondern auch sauberere und ruhigere Arbeitsumgebungen zu schaffen. „Das Schöne daran ist, dass wir auf diesem Weg nicht nur den Einsatz fossiler Energieträger langfristig reduzieren, sondern auch Arbeitsumgebungen schaffen, die ruhiger und sauberer sind, und bessere Arbeitsbedingungen sicherstellen“, fährt Martens fort.

 

KWS Infra: Wegbereiter des ersten klimaneutralen Bezirks in Amsterdam

Das Ziel von KWS Infra – bis 2040 eine vollständig zirkuläre Infrastruktur [KWS Sustainability Goals] Tim Rietmeijer, Nachhaltigkeitsbeauftragter und Ausschreibungsleiter bei KWS, gab an, dass das Unternehmen versucht, seine Nachhaltigkeitsziele so schnell wie möglich zu erreichen.

„Nachhaltigkeitsziele zu haben, ist sehr wichtig, denn damit zeigt man, sich an das Abkommen von Paris und die anderen gesetzlichen Vorschriften in den Niederlanden zu halten. Wir haben bereits damit begonnen, vom althergebrachten Diesel auf HVO100 umzusteigen, und wir sind dabei, unsere Ausrüstung zu elektrifizieren. Mit einem unserer Transportpartner haben wir den ersten elektrischen Autokran entwickelt und nun haben wir auch eine vollelektrische Asphaltausstattung – zu Beginn sogar die erste weltweit. Nachhaltige Innovationen wie PlasticRoad, das HERA System für die Wiederverwertung von Asphalt und KonwéCity 5 Circular werden von KWS eingeführt“, so Tim.

KWS nutzt die instagrid ONE max Powerstations zum Beispiel für das Projekt im Wohngebiet Houthaven, welcher der erste klimaneutrale Bezirk in Amsterdam sein wird [Sustainable Amsterdam]. Auf der Baustelle von KWS werden unter anderem Bandsägen, Betonbohrer, Betonmischer und Schweißgeräte mit instagrid ONE max betrieben. „Für uns liegt der Vorteil des instagrid Geräts vor allem darin, dass es eine kleinere, tragbare Variante eines Generators ist. Es ist äußerst vielseitig einsetzbar, und es ist großartig, mehrere Dinge mit ein und demselben Gerät realisieren zu können. Es überzeugt also durch eine große Nutzerfreundlichkeit“, erklärt Tim.

 

Markus-Veekens: Ausschreiben durch das Setzen auf Nachhaltigkeit gewinnen

Markus-Veekens, ein weiteres niederländisches Unternehmen, das instagrid ONE max testet, setzt die Geräte ebenfalls in einem Wohngebiet ein. Das Unternehmen ist auf Straßenbauarbeiten spezialisiert und betreibt nun beispielsweise seine innovative Straßenbauausrüstung mit instagrid ONE max. In Wohngebieten müssen Bauunternehmen auch den Lärmpegel berücksichtigen, vor allem auch deshalb, weil der Arbeitstag auf der Baustelle oftmals bereits sehr früh am Morgen beginnt. instagrid ONE max ist absolut geräuschlos und schafft so für die Menschen, die im Wohngebiet leben, eine angenehmere Umgebung.

Vor Kurzem schrieb die Stadt Amsterdam einen Auftrag für Straßenbauarbeiten aus, die das gesamte Stadtgebiet umfassten. Hierbei wurde großes Augenmerk auf Nachhaltigkeit gelegt. Das heißt, bei der Ausschreibung ging es nicht vorrangig um den Preis, sondern vor allem auch um die Umweltauswirkungen der innerhalb des Projekts zum Einsatz kommenden Prozesse. Markus-Veekens schlug die umweltfreundlichste Herangehensweise an das Projekt vor und gewann somit dieses hochkarätige Ausschreiben.

Rutte Groep: Verschreibt sich zirkulären Baumaterialien

Die größte Umweltverschmutzung auf Baustellen resultiert aus dem Transport und der Herstellung von Baumaterialien, wie es zum Beispiel bei kohlenstoffintensivem Beton der Fall ist. Allein die Zementproduktion ist für den Ausstoß von 10 % des weltweiten CO2-Fußabdrucks verantwortlich. Um dagegen vorzugehen, entwickelte Rutte eine bahnbrechende Technologie, um die ursprünglichen, im Beton steckenden Rohstoffe „freizusetzen“, nämlich Sand, Kies und Zement. Durch das Wiederverwenden dieser Rohstoffe ist das Unternehmen dazu in der Lage, zirkulären Beton herzustellen und den CO2-Fußabdruck um unglaubliche 95 % zu reduzieren. In Folge versucht das Unternehmen nun, für all seine Tochtergesellschaften, die baurelevante Tätigkeiten durchführen, eine Richtlinie einzuführen, die absolute CO2-Freiheit durchsetzt. [Rutte Groep]

Ziel von Rutte Groep ist es, alle Generatoren des Unternehmens langfristig durch Akkustationen zu ersetzen, um die CO2-Gesamtemissionen zu reduzieren. Das Unternehmen testet die instagrid ONE max Geräte auf seinen Baustellen, wo es beispielsweise Presslufthammer, Rüttelplatten und Vibrationsstampfer damit antreibt. Aktuell lädt Rutte Groep die instagrid ONE max Geräte mit Energie aus eigenen Solarmodulen auf, wodurch das Unternehmen die CO2-Emissionen seines Energieverbrauchs sogar noch weiter senkt.

 

Gebr. Beentjes GWW B.V

2012 fiel das in Amsterdam ansässige Unternehmen die Entscheidung, seinen CO2-Fußabdruck zur Hauptangelegenheit zu machen, und bewarb sich um eine „CO2 Prestatieladder“-Zertifizierung. Seitdem arbeitet es unaufhörlich daran, seinen CO2-Fußabdruck zu reduzieren. So erhielt Gebr. Beentjes bereits 2014 die höchste Klassifizierung (Stufe 5) des „CO2 Prestatieladder“-Zertifizierungsprogramms. [Gebr. Beentjes] Nun testet das Unternehmen im Rahmen seiner Maßnahmen zur CO2-Emissionsreduktion instagrid ONE max Geräte im alltäglichen Baugeschäft.

 

Erfahre mehr über das LIFE-projekt “Cleaner Air”

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