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Mobile Stromversorgung ohne Emissionen – Stadtwerke testen Batteriesystem von instagrid

Mobile Stromversorgung ohne Emissionen – Stadtwerke testen Batteriesystem von instagrid

instagrid – ein tragbares Batteriesystem ohne Lärm und direkte Emissionen, das Brennstoffgeneratoren zur mobilen Stromerzeugung ersetzt.

Die SWLB (Stadtwerke Ludwigsburg) war das erste kommunale Energieversorgungsunternehmen, dass das instagrid Batteriesystem getestet hat. instagrid ONE ist ein mobiles, leistungsstarkes Batteriesystem für professionelle Anwender. „Nach der ersten Testphase im November in unseren technischen Bereichen hat uns die mobile instagrid-Batterie hinsichtlich der Kapazität, Reduzierung von Emissionen, Lärm, Gewicht und Kosten voll überzeugt. Vom Einsatz der portablen Stromquelle profitieren nicht nur unsere Mitarbeiter, sondern auch die Bürger der Region und nicht zuletzt unsere Umwelt“, sagt Johannes Rager, Geschäftsführer der Stadtwerke Ludwigsburg-Kornwestheim.

instagrid, mit Sitz in Ludwigsburg und Helsinki, wurde 2018 in der Region Stuttgart gegründet. Mit derzeit rund 36 Mitarbeitern haben wir es uns zur Aufgabe gemacht, Fachleuten aus der Bauindustrie, der Veranstaltungstechnik, dem Landschaftsbau und humanitären Organisationen einen zuverlässigen Zugang zu sauberem Strom zu ermöglichen – überall und zu jeder Zeit. “Mit unserer innovativen Batteriestromversorgung wollen wir herkömmliche Benzin- und Dieselgeneratoren ersetzen und zur Verbesserung der Luftqualität in Städten beitragen”, erklärt Dr. Sebastian Berning, der gemeinsam mit Dr. Andreas Sedlmayr Gründer und Geschäftsführer von instagrid ist. “Wir freuen uns, dass wir durch die Zusammenarbeit mit regionalen Partnern wie der SWLB die Energiewende vor Ort vorantreiben können”, so Dr. Andreas Sedlmayr.

 

instagrid portable power system - tested by SWLB

120 kg eingesparte CO2-Emissionen in einer Woche

Eines der Hauptziele der SWLB ist die kontinuierliche Umstellung auf nachhaltige Energiequellen. In den letzten Jahren hat die SWLB stark in klimafreundliche Energieerzeugungsanlagen investiert – zu ihren Projekten gehören Holzheizkraftwerke, Blockheizkraftwerke und das “Modellprojekt SolarHeatGrid”, Deutschlands größte solarthermische Anlage. Die Stadtwerke stellen eine innovative und sichere Infrastruktur zur Verfügung, gleichzeitig ist es aber nicht möglich, die Anlagen ohne die notwendigen Bauarbeiten zu errichten. “Mit einem emissionsfreien Batteriesystem können wir unsere Baumaschinen klimafreundlich einsetzen und die Energiewende auch hier konsequent vorantreiben”, erklärt Johannes Rager.

Die beiden instagrid Batteriesysteme wurden in verschiedenen Bereichen eingesetzt und intensiv getestet. “Unter anderem haben wir das instagrid Batteriesystem als mobile Stromversorgung zum Abpumpen von Wassermengen, für Schweißarbeiten und für schwere Werkzeuge wie Abbruchmeißel und Bohrer auf einer Großbaustelle bei einem Tiefbauunternehmen eingesetzt. Die instagrid-Systeme haben alle Situationen mit Bravour gemeistert”, schwärmt Matthias Kämmerer von der SWLB, der die Testphase aktiv unterstützt hat.

“Die instagrid-Systeme haben alle Situationen mit Bravour gemeistert.” – Matthias Kämmerer

Die Auswertung der Tests zeigt, dass durch den Einsatz der beiden instagrid-Systeme während der einwöchigen Testphase rund 120 kg CO2-Emissionen eingespart wurden. “Neben der Verbesserung der Luftqualität durch die Umsetzung eines emissionsfreien Bauens ist die Reduzierung der Lärmbelastung ein weiterer Vorteil der batteriegestützten mobilen Energieversorgung. Der zusätzliche Geräuschpegel zu den lärmenden Baumaschinen entfällt hier komplett und macht die Baumaßnahmen für die Arbeiter vor Ort sowie für die Anwohner deutlich angenehmer”, so Kämmerer. Besonders positiv fiel auch die Batteriekapazität auf: “Wir haben die beiden Prototypen eine Woche lang als Ersatz für ein Dieselaggregat eingesetzt. In dieser Woche konnten wir die beiden Batteriesysteme nicht leer bekommen, das ist wirklich beeindruckend”, so Kämmerer weiter.

 

Kosteneinsparung aufgrund von Gewichtsreduzierung

Uns ist es gelungen, durch den modularen Aufbau eine kompakte und tragbare Akkulösung zu schaffen. Wir verwenden unter anderem Komponenten, die auch in Smartphones zu finden sind. Die Gewichtsreduktion bringt auch wirtschaftliche Vorteile, wie Kämmerer erklärt: “Herkömmliche Generatoren wiegen in der Regel über 150 Kilogramm, während das instagrid-Batteriesystem nur 16 bis 19 Kilogramm wiegt. Der Unterschied macht sich nicht nur im Arbeitskomfort und der Effizienz auf unseren Baustellen bemerkbar, sondern auch direkt in der Wirtschaftlichkeit des Projekts. Der Transport von instagrid-Batterien anstelle von konventionellen Generatoren macht unsere Servicefahrzeuge, die manchmal mehrere Generatoren transportieren, viel leichter – und bringt uns damit Kosteneinsparungen durch geringeren Treibstoffbedarf. Außerdem brauchen unsere Monteure nicht mehr unbedingt einen LKW-Führerschein, um die Fahrzeuge fahren zu dürfen. Insgesamt können wir mit den instagrid-Produkten, die in der gleichen Preisklasse wie herkömmliche Dieselaggregate liegen, unsere Betriebskosten deutlich senken.” (1700€ netto (1,5 kWh) und 2300€ netto (2,1 kWh)).

“Durch den Transport der instagrid-Batterien werden unsere Servicefahrzeuge deutlich leichter – und das bringt uns Kosteneinsparungen durch den geringeren Kraftstoffbedarf.” – Matthias Kämmerer

Die Testung der tragbaren Batteriesystem-Prototypen durch die SWLB ist Teil eines Pilotprojekts, das instagrid bis 2022 durchführt und welches die Reduzierung lokaler Emissionen in Städten zum Ziel hat. Für dieses Pilotprojekt werden 100 tragbare Batteriesysteme in verschiedenen Gebieten in ganz Europa als Ersatz für Verbrennungsmotoren eingesetzt und getestet. Die Europäische Union kofinanziert das Projekt über das “LIFE-Programm”, das ausschließlich Umweltschutzbelange unterstützt.

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